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DAS “SCHWANKL - ECK”

 

Die FAMILIE SCHWANKL ist seit 2 Jahrhunderten in Wolfratshausen ansässig.

 

Der Buchbindermeister ANTON SCHWANKL, geboren in Aibling, kam Anfang des 19. Jahrhunderts. hierher.

Er erwarb 1826 das Bürgerrecht und kaufte das “Kolbermartl”-Haus am Obermarkt 35/37 (heute Michlbauer), wo er seine Buchbinderei und einen kleinen Laden betrieb.

 

Sein Enkel ALBERT SCHWANKL übernahm 1875 von Antons Witwe Haus und Betrieb.

 

1884 kaufte Albert das Anwesen Obermarkt 33 -

“Zum Torkramer” genannt, weil sich dort am südlichen Eingang zur Altstadt das ehemalige Stadttor befand. Aus dem Kramer- laden machte er eine “Schreib- und Galanteriewaren-Handlung”, betrieb seine Buchbinderei und begründete in September 1886 die erste Buchdruckerei der Region.

Er kaufte das “Wolfratshauser Wochenblatt” von dem Münchner Verleger M.Warth: Die erste Probe-Nummer erschien am 29.September 1886 unter neuem Titel

     “Wolfratshauser Wochenblatt -

     zugleich Loisach- und Isar-Bote”.

Das Blatt gab es -zunächst- zwei Mal pro Woche, bald darauf drei Mal, ab 1924 täglich.

Das Kolbermartl-Anwesen verkaufte er 1888.

 

Das kleine “Torkramer”-Haus war dem erfolgreichen Geschäfts- mann bald zu klein geworden, und so entschloß sich Albert Schwankl zum Neubau des Hauses, das in seiner markanten Form mit dem “Türmchen” als SCHWANKL-ECK weithin bekannt ist.

Im Juni 1902 konnte Richtfest gefeiert werden - und im Oktober 1902 wurde der “geehrten Kundschaft” die Eröffnung des neuen Ladens im “Loisach- und Isar-Boten” angezeigt.

 

1910 übergab Albert Schwankl, krankheitsbedingt, das gesamte Haus/Geschäft an seinen Sohn GEORG SCHWANKL(sen.), 
der das Buchdruckerhandwerk bei seinem Vater erlernt hatte.

Georg(sen.) führte die Firma durch ersten Weltkrieg, Inflation, Wirtschaftskrise und zweiten Weltkrieg.

 

In diesen Jahrzehnten konnte nur wenig investiert, kaum etwas repariert werden. Der Maschinenpark war veraltet, als Georg Schwankls Sohn GEORG jun. 
unverletzt aus dem Krieg heimgekehrt- 1945 als Geschäftsführer in die Firma eintrat.

Es standen sehr schwere Aufbaujahre bevor.

 

Die ersten größeren Druck-Aufträge kamen aus dem DP-Lager Föhrenwald: Die Zeitung BAMIDBAR wurde dort herausge- geben und ab Dezember 1945 bei Schwankl gedruckt.

Als 1948 in Deutschland wieder Zeitungen erscheinen durften, gab es -zunächst- im MÜNCHNER MERKUR eine kleine Wolfratshauser Lokalseite. 1949, nach dem Tod seines Vaters, ging Georg Schwankl(jun.) eine vertragliche Bindung als “Mit Verleger” mit dem Münchner Merkur ein: Die Zeitung erscheint nun erstmals im Juli 1949 als Landkreisausgabe unter dem Kopfblatt “Münchner Merkur” - und heißt seitdem 

ISAR-LOISACH-BOTE”.

Von 1949 bis 1983 ist die Redaktion des Isar-Loisach-Boten im Schwankl-Haus.

    So schrieb auch GEORG SCHWANKL(jun.)

    - nach seinem Großvater ALBERT SCHWANKL -

    “WOLFRATSHAUSER PRESSE-GESCHICHTE”.

 

Georg Schwankl - der am 2.Februar 2002 seinen 90.Geburtstag feiern konnte - hat viel geschafft: Die Druckerei nach dem Krieg aus einem desolaten Zustand herausgeführt, dem ständig wachsenden technischen Standard und Anspruch angeglichen, die Räume, so weit es das begrenzte Grundstück zuließ, umgebaut, erweitert, aufgestockt ..... 

Und auch der kleine, ebenerdige Schreibwaren-Laden, der bis 1983 von Georgs Schwester  geführt wurde, war Ende der 60er-Jahre nicht mehr “zeitgemäß”.

1972 wurde umgebaut: Erdgeschoß und erster Stock “entkernt”, drei Halb-Etagen eingezogen und eine kleine Eingangs Passage errichtet.

Damit konnte der Schreibwaren- und Papeterie-Bereich wesentlich vergrößert werden, und in den oberen Etagen entstanden Räume für eine Buchhandlung mit umfassendem Voll-Sortiment.

 

Weil es in der Familie keinen männlichen Nachfolger gibt, konnte die Druckerei nicht weiter betrieben werden.

Als Georg Schwankl 1978 in den Ruhestand trat, übernahm deshalb GEORG KREITER die Firma - und blieb noch am Obermarkt 33, bis er 1983 im Wolfratshauser Gewerbegebiet seinen eigenen Druckerei-Neubau errichtet hatte.

 

Die Schreibwaren- und Buchhandlung führen heute Georg Schwankls Tochter 
URSULA SCHILLE-SCHWANKL und deren Schwiegertochter
MONIKA SCHILLE
..

John Schille Georgs Enkel ist angestellter Elektromechanikermeister und kümmert sich um die Wirtschaftlichen Belange des Hauses Schwankl.

 

Ob Georgs Urenkel MICHAEL und SEBASTIAN (im Jahr 2003 des Wolfratshauser Stadtjubiläums 13 und 11 Jahre alt) die Familientradition fortsetzen werden, ist heute natürlich noch nicht absehbar.

 

Trauerbild_Schwankl

 

Das Fachgeschäft für Bücher, Papiere
 und Schreibwaren in Wolfratshausen

E-Mail: kontakt@buchhandlung-schwankl.de